Zen ist ein alter Weg


Wer ihn geht, bewegt sich in einer langen Tradition von Übenden – Frauen und Männern aus China, Japan, Korea, Vietnam und heute auch aus vielen Teilen der westlichen Welt. Überall dort, wo Zen praktiziert wird, bildet das Sitzen in Stille (Zazen) eine zentrale Grundlage. Traditionell findet Zen in einem klösterlichen Rahmen statt. In Ländern außerhalb Asiens wird Zen in sehr unterschiedlichen Umgebungen, wie Seminarhäuser, Yogaräumen, Aikido-Dojos, usw. angeboten. Traditionelle Rituale werden oft vereinfacht oder angepasst, bleiben jedoch wertvolle Strukturen, die die Praxis unterstützen. Z.B. die Klangschale. Wie häufig sie erklingt oder in welchem Rhythmus, kann je nach Tradition oder Gemeinschaft variieren. Wichtiger als die Form selbst ist jedoch die Frage: Was löst der Klang in dir aus? Eine Einladung? Eine Herausforderung? Oder ist es einfach nur ein Ton im Raum? Wer den Zen-Weg geht, begegnet sich selbst – den eigenen Vorstellungen, Projektionen, Erinnerungen und Zukunftsbildern. Und natürlich auch der Welt. Denn wo wäre da eine Trennung? Es ist sehr zu empfehlen, Zen in Gemeinschaft zu üben und sich dabei von einer erfahrenen oder autorisierten Person begleiten zu lassen.

Immer geht es um Leben und Tod. 
Alle Dinge vergehen schnell,
und kein Verweilen kennt der Augenblick.
Darum seid achtsam,
ehret den Augenblick
und vergesst dies nicht.

Abendruf aus Zen Zentren